An was man als Selbständiger nicht sparen sollte

GeschäftsideeNicht sparen sollte man an Motivation und Einsatz, aber dies dürfte selbstverständlich sein. Es gibt aber auch ein paar zusätzliche Punkte, welche erwähnenswert sind und an denen man nicht sparen sollte, um eine Selbständigkeit erfolgreich und gesund durchzuführen. Obwohl eigentlich manche der genannten Punkten offensichtlich erscheinen, so sind mir negative Beispiele schon häufiger begegnet und das schliesst mich selber ein – aber man lernt ja dazu.

1. Eine vernünftige Krankenversicherung

Nun, diese ist zwar ohnehin Pflicht, aber gerade für junge Selbständige, alleinstehend ohne Kinder, kann oftmals eine private Krankenversicherung deutlich günstiger sein im Vergleich zu einer gesetzlichen Krankenversicherung. Ein Tarifvergleich für eine private Krakenversicherung kann sich hier durchaus lohnen. Man sollte aber keine zu großen Lücken im Versicherungsschutz oder eine zu große Selbstbeteiligung wählen, damit der Schuss nicht nach hinten losgeht. Eine private Krankenversicherung sollte mindestens den Schutz einer gesetzlichen Krankenversicherung bieten, nur wenn sie dann noch deutlich günstiger ist, lohnt der Wechsel, der Selbständigen ja grundsätzlich offen steht.

2. Versicherungsschutz

Es gibt immer die Möglichkeit, gerade als Selbständiger in Rechtsstreitigkeiten verwickelt zu werden, sei es mit Kunden oder Lieferanten. Es gibt Risiken von Abmahnungen, weil man unabsichtlich ein Bild ohne ausreichende Rechte verwendet hat, in seinem Shop bei der Beachtung rechtlicher Vorschriften einen Fehler gemacht, oder oder oder. Von daher ist gerade für Selbständige eine entsprechende Rechtsschutzversicherung sehr wichtig.

Ebenso sollte man eine Berufsunfähigkeitsversicherung andenken, natürlich Rücklagen für das Alter und an den Familienschutz denken.

2. Eine vernünftige, ergonomische Office / Büro Ausstattung

© Picture-Factory - Fotolia.com

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Dazu gehört vor allem ein ergonomischer Schreibtisch und Bürostuhl. Wenig geeignet sind für alle, die häufig am PC arbeiten, klassische Chefsessel. Diese sehen zwar vielleicht beeindruckend aus, und sind auch nett beim Gespräch mit Kunden, für PC Arbeiten aber eher den Rücken belastend. Gleiches gilt natürlich auch für den Schreibtisch, vor allem sollte dieser die richtige Höhe haben, optimal also höhenverstellbare Schreibtische. Sparen am Bürostuhl bzw. Schreibtisch lohnt nicht, denn auch jungen Menschen haben oftmals schnell Probleme mit den Rücken oder einen schmerzenden Arm, was sich dann natürlich negativ auf die Arbeitsmöglichkeiten auswirkt. Also nicht primär auf den Preis achten, sondern auf die Ergonomie. Langfristig sind etwas hochwertigere Büromöbel, die auch halten, oft auch günstiger.

Zu einer vernünftigen Office Umgebung gehört natürlich eine entsprechende ausgewogene Beleuchtung, welche nicht blendet, aber ausreichend Licht spendet.

3. Gute Hardware

Gute Hardware bedeutet nicht unbedingt den neuesten Prozessor oder Top Grafikkarte. Wie viel Rechenpower man benötigt, hängt einzig und alleine vom jeweiligen Arbeitsgebiet ab. Für einen Blogger oder alle, die einfach typische Büroaufgaben am PC tätigen, reicht oftmals auch ein durchschnittlicher PC bzw. Notebook. Wichtiger, bei einem Notebook etwa, ist hier auch wiederum die Ergonomie. Das Display sollte ausreichend hell und augenfreundlich sein und man muss mit der Tastatur angenehm klarkommen. Lärm macht krank, dies ist bekannt und das gilt auch für PC Lärm, also auf einen möglichst leisen Computer achten. Ist man häufig unterwegs und dabei auf ein Notebook angewiesen, so sollte dieser auch eine ansprechende Akkuleistung aufweisen.

4. Gute Software

Recht allgemein klingend, meint dies, dass man seine Software nicht nur nach dem Preis auswählen sollte, sondern primär danach, dass man damit die gewünschten Aufgaben in best möglicher Zeit erfüllen kann. Die generelle Empfehlung für die Software X kann man nicht immer geben, denn jeder ist individuell und kommt mit unterschiedlichen Programmen unterschiedlich gut klar Man sollte aber auf keinen Fall eine Office Lösung nur nach Preis wählen, denn auch professionelle Office Pakete kosten nicht die Welt, so gibt es das sehr gute SoftMaker Office Professional 2012 für Windows (für bis zu 3 PCs) mit drei Lizenzen und sehr guten E-Mail Programm und mehr für unter 80 Euro oder man wählt Microsoft Office 365 Personal, welches es zum Abo Preis von gut 55 Euro im Jahr gibt.

Primär ist die Auswahl von Software davon abhängig, dass man mit dieser gut zurechtkommt und dass die notwendigen Anforderungen damit abgedeckt sind. Auch eine kostenlose Software kann hier infrage kommen, aber eben nicht alleine wegen des Preises.

5. Zuverlässiger Webhost

Es gibt so viele verlockende Angebote für ein paar Cent irgendwo einen Webhost Provider zu bekommen oder noch besser ein kostenloses Angebot. Vielleicht sogar noch ein kostenloser Webmail Provider (mit schöner Werbebotschaft in der Mail), was wirklich sparen am absolut falschen Fleck ist. Eine professionelle Domainadresse und eine werbefreie E-Mail, die der Kunde erhält, sollte es schon sein. Und ein professioneller Webhosting Anbieter sorgt auch dafür, dass Ausfallzeiten gering sind und eventuelle Probleme gelöst werden. Wer hier am falschen Ende spart, der macht nicht nur einen unprofessionellen Eindruck, sondern kann auch schnell Geld draufzahlen, etwa wenn der eigene Webauftritt oder gar Shop tagelang nicht funktioniert.

6. Autopflege – der Eindruck zählt

Autopflege? Nun, wer häufig zu Kunden fährt, der sollte zum einen ein regelmäßig gewartetes Auto haben, auf welches man sich verlassen kann, aber auch ein sauberes Auto, denn ein sehr schmutziges Auto kann beim Kunden einen schlechten Eindruck hinterlassen. Nach Tagen des Dauerregens wird man es verzeihen, aber nicht zu normalen Zeiten. Eindruck ist wichtig und dies gilt auch für den eigenen PKW.

7.Kleidung – der Eindruck zählt erst recht

Unternehmen und MitarbeiterNun, es gibt Selbständige, die müssen nicht zu Kunden. Diese haben das Privileg ganztätig im Schlafanzug oder in der Jogging Hose arbeiten zu dürfen. Das ist bequem und stört keinen. Alle anderen sollten aber bei Kleidung auf ein gewisses Maß an Ästhetik achten, je nach Job kann dies auch mal der Business Anzug sein. Hier sollte es natürlich keine Discounter Ware sein, es muss auch nicht maßgeschneidert sein, aber irgendwo dazwischen, um einen ordentlichen Eindruck zu geben. Übertreiben sollte man es natürlich nicht, denn der Eindruck ist wichtig, nur sollte es nicht der Falsche sein. Und natürlich sollte man auch an seinem eigenen Erscheinungsbild nicht sparen, denn ein gepflegtes Äußeres ist nun mal notwendig, nicht nur, aber besonders, bei Geschäftskontakten.

Selbständige achten nicht nur auf den Preis

geld-krankenkasseDas sind sicherlich einige der wichtigen Punkte, wo Geiz und sparen am falschen Ende, Schaden anrichten kann und eine erfolgreiche Selbständigkeit zumindest erschweren kann. Nicht alle Punkte sind gleichermaßen für alle Selbständigen wichtig, denn es hängt natürlich auch von der eigenen Tätigkeit ab. Aber generell sollte nicht der Preis alleine die Maßnahmen bestimmen, sondern ob die jeweilige Auswahl die eigenen Anforderungen bestmöglich erfüllt. Das bedeutet natürlich nicht den gedankenlosen Umgang mit finanziellen Ressourcen, sondern nur, dass es ab und an besser ist, ein bisschen mehr Geld auszugeben, was langfristig dann auch finanziell besser sein wird.

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2 thoughts on “An was man als Selbständiger nicht sparen sollte

  1. Friedrich Wiese

    Ich kannte das von Ihnen empfohlene SoftMaker Office noch nicht. Da ich ohnehin umsteigen wollte (nutze noch Microsoft Office 2007) habe ich mir mal die kostenlose Trial-VBersion runtergeladen und ein paar Tage auf Herz und Nieren getestet. Das Paket macht auf mich tatsächlich einen hervorragenden Eindruck bis jetzt: problemfreie Kompatibilität zu meinen Microsoft-Office-Dateien und funktionell gar etwas besser finde ich. Und das zu einem sehr günstigen Preis. Werde mir nun die Professional-Version kaufen (mit Outlook-Alternative, Duden Korrektor, Langenscheidt Wörterbüchern etc. integriert). Danke für den Tipp!

  2. Andreas Mondiek

    Es gäbe da doch einiges zu ergänzen:
    -Softmaker Office ist sehr gut und wird auch von mir für Alltägliches eingsetzt, aber für Vielschreiber empfehle ich Papyrus Autor mit der Funktion einer Stilkorrektur, neben der umfangreichen Rechtschreibkorrektur, die viele Schreiber dringend nötig haben. Beide bieten zudem den Vorteil, dass keine NSA-Backdoors eingebaut sind, wie man bei den WIN-Produkten nach dem unsäglichen NSA-Skandal vemuten muss.
    -Eine Rechtsschutzversicherung für Selbstständige macht vlt. in manchen Berufen Sinn, generell aber ist es besser bei einer Standesorganisation Mitglied zu sein. Z.B. für alle Händler der regionale Handelsverband. Dort bekommt man i.d.R. kostenlose und kompetente Rechtskünfte und auch einen fachlich versierten Anwalt, wenns nötig ist. Und es ist leider oft nötig. Daneben auch wirklich preisgünstige Beratungen zum Standort und Wert der eigenen Firma, sowie Hilfe bei der Standortwahl und bei diversen Verträgen.
    -Bei den Kammern, in denen man völlig undemokratisch Zwangsmitglied ist, lässt sich u.a. auch Geld sparen: http://www.bffk.de
    Sich dort mal tiefer einlesen oder 1 Jahr Mitglied werden und sich beraten lassen.
    -Gaaanz wichtig sind (bei mir tgl.) regelmäßige, automatische Sicherungen der geschäftlichen Daten, z.B. mit TrueImage auf eine externe Festplatte, bzw. SSD (damits schneller geht).
    -Und noch viiiiel wichtiger ist ein professionelles Virenschutzprogramm, z.B. NOD ESET. Als Alternative geht m.E. noch Kaspersky durch, von allem anderen und von Gratissoftware sowieso: Finger weg!
    -Der Browser sollte passwortgeschützt sein und sensible PWs (PayPal, Bank, Amazon usw.) niemals vom Browser speichern lassen, sondern immer von Hand eingeben.
    Es gäbe noh sooo viel mehr für Selbstständige und Kleinunternehmen zu erwähnen, aber ich mache hier mal Schluss.

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