Blogs als Geschäftsmodell – wie mit Blogs Geld verdienen?

© S.Kobold - Fotolia.com

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Mit Blogs zu verdienen dürfte für einerseits für viele ein Anreiz sein, andererseits werden aber auch viele bezweifeln, dass es überhaupt möglich ist. Schaut man sich Zahlen an, die auf anderen Blogs mitunter zu Einnahmen / Besuchern veröffentlicht werden, so können einem natürlich auch berechtigte Zweifel kommen. Überschätzen sollte man diese Zahlen, die man so lesen kann, aber nicht, denn besonders die Blogs, welche tatsächlich Geld verdienen, werden sich meist hüten, diese Zahlen auch publik zu machen. Dass Blogs aber ein Geschäftsmodell sein können, dies zeigen andere Indikatoren. Zum einen steigt die Zahl der Ausschreibung auf Advertorial Plattformen deutlich an, was zeigt, dass Unternehmen tatsächlich Blogs als Werbemittel entdeckt haben, zum anderen steigen die Ausschreibungen, bei denen aktiv Blogger als Arbeitskräfte gesucht werden. In anderen Worten: es gibt Hoffnung.

Blogs monetarisieren

Im Wesentlichen gibt es eigentlich fünf Wege, um mit einem Blog Geld zu verdienen, deren Erfolgschancen auch davon abhängig sind, ob der eigene Blog thematisch eher breit gestreut ist, oder thematisch auf ein bestimmtes Thema konzentriert.

  • Anzeigenwerbung, wie zum Beispiel durch Google Adsense: Klappt oft schnell, die Summen sind aber oft sehr klein. Wichtig ist hier eine hohe Besucherzahl, nur dann ergeben sich auch nennenswerte Summe. Diese Einnahmequelle kann aber sehr gut bei breit gestreuten Blogs verwendet werden als auch bei thematisch fokussierten Blogs. Allerdings bringen manche Themen (etwa aus dem Bereich Versicherungen, Finanzen) oft höhere Einnahmen pro Klick. Das Thema kann also die Einnahmen bestimmen.

  • Bezahlte Artikel / Advertorials: hier sind breit thematisch breit gestreute Blogs oft im Vorteil, denn wer über viele Themen schreibt, der findet natürlich auch eher einen Auftrag für ein Advertorial. Ein thematisch fokussierter Blog muss hier eher auf Gelegenheiten warten. Mitunter werden aber auch themenspezifische Blogs bevorzugt. Leichter Vorteil aber sicher bei thematisch breiten Blogs.
  • Bannerwerbung: hier kommt es bei jedem Blog vor allem auf Besucher an. Ohne Besucher wird man kaum Werbepartner finden, die nennenswerte Beträge zahlen. Generell ist bezahlte Bannerwerbung für die meisten Blogs, vor allem kleinere und jüngere, nur schwer erfolgreich umzusetzen, nur wenige Blogs werden damit erfolgreich Geld verdienen.
  • Eigene Produkte verkaufen: wer ein eBook, eine Software oder auch selbst gefertigte Produkte anbietet, dem steht – vor allem mit einem gut besuchten Blog – ein wunderbarer Heimathafen zur Verfügung. Ein eigener Blog kann sicherlich zur Bekanntheit und zum Verkauf beitragen, sofern die angebotenen Produkte oder Dienstleistungen überzeugen. Ergänzt sollte ein eigener Blog aber natürlich immer um die Nutzung geeigneter Marktplätze werden.
  • Affiliate Produkte verkaufen, besser gesagt verlinken, denn verkauft werden die Produkte ja über die eigentliche Plattform. Hier gibt es meist Vorteile für thematisch konzentrierte Blogs. Eine Konzentration auf ein bestimmtes Thema steigert die Chancen mit bestimmten Themen gut bei Google positioniert zu sein, steigert die Chancen im rechten Augenblick wiederkehrende Besucher zu bekommen und erhöht die Glaubwürdigkeit „Hier ist jemand, der kennt sich aus“. Ein thematisch sehr breit angelegter Blog wird sich hier oft schwerer tun. Gerade, wenn der Anbieter X an einem bestimmten Tag ein Super Angebot hat, über das man berichtet, so wird ein breit angelegter Blog schon Glück brauchen, damit zur rechten Zeit jemand den Artikel liest.

Möglichkeiten zum Geld verdienen mit Blogs, sodass diese auch wirklich als Geschäftsmodell taugen, sind gegeben. Zur Umsetzung dieser Möglichkeiten wird man vor allem eins brauchen: Besucher. Vielleicht mit Ausnahme bezahlter Artikel, die auch mal gerne bei kleinen Blogs gebucht werden. Öfters findet man Zahlen und Aussagen, wie viele Besucher es denn nun sein sollten, allerdings lässt sich dies nicht so einfach beziffern, denn Besucher ist nicht gleich Besucher. Wichtiger ist es den interessierten Besucher zu haben, insbesondere den Besucher, der entweder sehr gezielt sucht (und dann vielleicht auch mal die passende Werbung klickt) oder jemand, der prinzipiell schon seine Kaufentscheidung getroffen hat und nur die letzte Bestätigung sucht.

Ohne Geduld und Arbeit geht nichts

Darüber hinaus sollte man aber nicht vergessen: Geduld und viel Arbeit sind ebenso notwendig wie der Aufbau von Vertrauen. Es ist legitim, dass jemand der viel Zeit für Recherche oder auch Produkttests aufwendet, mit der Verlinkung dieser Produkte dann auch etwas verdienen möchte. Muss er ja auch oftmals, denn wie sonst sollte man die notwendige Zeit überhaupt haben. Wichtig ist aber, dass man ehrlich über Produkte berichtet, mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen, oder auch mal ganz verzichtet, wenn man von einem Produkt nicht überzeugt ist.

Wie man vorgehen kann und was der richtige Weg ist, um Blogs aufzubauen, zeigt dann der nächste Artikel: Blogs als Geschäftsmodell – Blogs aufbauen

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