Bundestags Petition gegen hohe GKV-Mindestbeiträge für Selbständige: Mitzeichnen erwünscht

Selbständige zahlen ihren Krankenkassenbeitrag etwas anders als Angestellte. Besonders problematisch ist hier, dass eine gewisse Mindestbemessungsgrundlage, von etwas über 2000 Euro gilt. Dies führt dazu, dass unter normalen Umständen, Selbständige jeden Monat gut 350 Euro Krankenkassenbeiträge zahlen müssen, ob sie dies nun verdienen oder nicht. Es ist einfach nachvollziehbar, dass Selbständige, die vielleicht 1400 Euro im Monat verdienen, mit diesem Beitrag schnell überfordert sind. Ein Grund, warum viele Selbständige mit ihren Beiträgen bei der gesetzlichen Krankenkasse in einen Rückstand geraten sind, mit der Gefahr einer Schuldenfalle. Grundsätzlich ist es Aufgabe eines Gesundheitssystems Menschen gesund zu halten und nicht durch das System selbst krank zu machen.

Hier hat nun die Rechtsanwältin Maria Cutrone für das Unternehmerinnen-Netzwerk Wedemar beim Bundestag eingereicht hat. Veröffentlicht wurde diese bereits am 03.02.2014. Bis jetzt mangelt es aber noch an Unterzeichnern (aktuell 737) was nicht zuletzt sicherlich auch an fehlendem Wissen über diese Petition liegt. Denn ganz ehrlich, wer prüft schon jeden Tag, welche Petitionen beim Bundestag eingereicht werden. Benötigt werden aber 50.000 ! Also mitzeichnen benötigt.

Wünschenswert wäre hier auch eine Unterstützung unabhängig von der eigenen Einkommenssituation, denn jeden Selbständigen kann dies eines Tages treffen. Und es kann sicher auch nicht Ziel einer verantwortlichen Politik sein Selbständige, die ohne eine zu hohe Belastung durch Krankenkassenbeiträge eigentlich klar kämen, zu Hartz IV Empfängern zu machen.

In der Petition wird gefordert:

„Der Bundestag möge beschließen, dass der Krankenkassenbeitrag an die gesetzlichen Krankenkassen für Selbstständige unter Wegfall der Mindestbemessungsgrenze bis zur Beitragsbemessungsgrenze nach dem tatsächlichen Gewinn ermittelt wird, wobei zukünftig die Frage nach der Bedarfsgemeinschaft und die Vermögensabfrage entfällt.

Die genaue Begründung für die Petition 48615 findet man auf dieser Seite auf der Webseite Petitionen Deutscher Bundestag.

In der Begründung wird insbesondere auf die besondere Situation vieler Frauen eingegangen, die selbständig tätig sind, und mit hohen Krankenkassenbeiträgen überfordert sind. Dies wird sicherlich richtig sein, allerdings trifft es sicherlich auch viele männliche Selbständige.

Jetzt Mitzeichnen der Petition gegen hohe GKV-Mindestbeiträge für Selbständige – Sie können was tun!

Mitzeichnen kann man die Petition 48615 „Gesetzliche Krankenversicherung – Beiträge – – Bemessung der Beiträge für Selbständige nach dem tatsächlichen Gewinn vom 15.01.2014“ auf dieser Seite.

Also: jeder sich schon immer über die besondere Situation und oftmalige Überforderung von Selbständigen durch die Krankenkassen und entsprechende Beiträgen aufgeregt hat, der hat hier wirklich die Möglichkeit konkret etwas zu tun und sich einzubringen.

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2 thoughts on “Bundestags Petition gegen hohe GKV-Mindestbeiträge für Selbständige: Mitzeichnen erwünscht

  1. Leoni

    Hallo,

    ich hätte hier sehr gerne unterzeichnet, aber leider ist dies nicht mehr möglich, eventuell bin ich zu spät auf diese Seite gestoßen. Ich bin auch selbstständig und finde es schon eine Frechheit wie in unserem Lande die Menschen behandelt werden die mit selbständiger Arbeit ihre Familie am Leben erhalten wollen um dann so hohe Krankenkassenbeiträge zu zahlen, dass z.B. an Urlaub gar nicht zu denken ist, bei mir war der letzte Urlaube von fünf Jahren. Ich frage mich auch wieso ich als Selbstständige den doppelten Beitrag zur GKV bezahlen soll. Ich bezahle die eine Hälfte sozusagen für den Arbeitgeber der ich ja nun mal bin, aber dann bin ich doch nicht gleichzeitig Arbeitnehmer. Hier wird klar, dass in unserem Lande die Selbstständigkeit gerade im unteren Segment nicht gern gesehen ist.

    1. Expert Line Post author

      Meine volle Zustimmung. Leider leiden viele Selbständige unter diesem Problem, ohne dass sich die Politik dieses Problems mal ernsthaft annimmt.

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