Eine Geschäftsidee erfolgreich auf den Weg bringen

Nicht jeder möchte sein Leben lang für ein anderes Unternehmen arbeiten, mancher möchte sich lieber auf eigene Füße stellen. Auch die aktuelle Situation, wie Arbeitslosigkeit oder das Bemühen Familie und Tätigkeit in Einklang zu bringen, können starke Gründe sein, warum man eine Geschäftsidee auf den Weg bringen möchte.

Am Anfang steht immer die Geschäftsidee

GeschäftsideeDen Anfang ein jeder Unternehmensgründung, Ladeneröffnung oder auch eines Internet Startups steht immer die Geschäftsidee. Diese gilt es immer, auf ihre Tauglichkeit und Finanzierbarkeit abzuklopfen. Die Tauglichkeit eines Geschäftsidee ist dabei auch abhängig davon, in welchen Bereich eine Geschäftsidee angesiedelt ist.

Wer einen Laden eröffnen möchte, dem stellen sich andere Fragen und Hürden als dies bei einem reinen Internet Startup der Fall ist. Gerade bei einem lokalen Geschäft ist neben der Frage, ob in der jeweiligen Region überhaupt eine Nachfrage nach einem Produkt vorhanden ist, der Standort ein zentraler Auswahlpunkt. Zudem spielt die typische Kaufkraft in der Region wie auch die Konkurrenzsituation eine Rolle. Bei der Kaufkraft findet, man über eine einfache Google Suche schnell Zielseiten finden, welche hilfreiche Kaufkraft Index Informationen liefern. In einer Region mit typischerweise sehr niedrigen Einkommen werden sich Luxus Produkte in aller Regel nicht gut verkaufen.

Bei einem Internet Startup steht im Vordergrund, welche Konkurrenzseiten es bereits gibt, welches Suchvolumen es zur angebotenen Dienstleistung bzw. Produkten gibt, und dies dann auch im Verhältnis zu den Suchstellen. Je nachdem, welcher Art das Internet Startup ist kann der Finanzierungsbedarf von sehr gering bis hoch liegen. Ebenso kann die Eigenleistung, z.B. bei der Entwicklung von Webseiten sehr hoch sein.

Die Frage, wie sinnvoll und damit erfolgreich eine Geschäftsidee sein kann, kann nicht immer 100% geklärt werden, denn auch verrückte Ideen können zum Erfolg werden. Meist sind diese verrückten Ideen aber Zufallsprodukte, in der Regel wird man sich daher eher am sinnvollen orientieren.

Die eigenen Fähigkeiten

Bei jeder Geschäftsidee stellt sich unweigerlich auch die Frage nach der eigenen Kompetenz, wobei diese natürlich auch schrittweise erworben werden kann. Dennoch sollte zumindest ein gewisses Basiswissen vorhanden sein. Möchte man etwa einen Fahrrad Laden eröffnen, so sollte man schon vom ersten Tag anentsprechende Kenntnisse vorweisen können, da alles andere Kunden schnell mitbekommen.

Neben der Kompetenz sollte man auch realistisch einschätzen können, ob der Wunsch sich selbständig zu machen, auch vom näheren Umfeld mitgetragen wird, da ansonsten Konflikte vorprogrammiert sind. Auch sollte man sich selber realistisch einschätzen, ob man einem hohen Zeitaufwand, besonders in der Anfangsphase, auch gewachsen ist. Auch sollen ausreichend betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse vorhanden sein.

Startkapital

KapitalbedarfSteht eine Idee, so ist es in den meisten Fällen notwendig, mehr oder weniger Startkapital zu sammeln. Grundsätzlich gibt es hier mehrere Möglichkeiten:

  • Eigenkapital (wenn vorhanden)
  • Leihen von Familie / Freunden (meist keine gute Idee)
  • Bankkredite (nicht immer einfach zu erhalten)
  • Gründungszuschüsse, etwa von der Arbeitsagentur oder auch ein Förderkredit von der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau).

Tipp: Viele Artikel, Tipps und Detailinformationen zu den Themen Startup, Venture, Unternehmensfinanzierung und vielen weiteren Unternehmensaspekten findet man auch auf Sven von Lohs Blog hier.

Insbesondere wenn es darum Geld von privaten oder öffentlichen Instanzen zu leihen, wird man um einen Businessplan nicht herumkommen. Dieser hat auch den Vorteil, dass er die Elemente, welche bereits in diesem Artikel angesprochen wurden, mitberücksichtigt, denn ein Businessplan fördert die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Geschäftsidee. Entsprechend kann der Glaube an die eigene Idee gestärkt oder geschwächt werden. Im Grund beschreibt ein Business Plan die eigene Geschäftsidee sowie die Mittel, die eingesetzt werden sollen, um diese Geschäftsidee zum Erfolg zu führen.

Ein Business Plan umfasst (im Kern):

  • Das Marketing Konzept
  • Beschaffungs-/Produktions-/Vertriebs- und Personalpläne (je nach Geschäftsidee und Anfroderung)
  • Ein Finanzplan, der die zu erwartenden Kosten und Erlöse beinhaltet. Letztlich ist dieser Teil natürlich gestützt auf Schätzungen, was nicht immer einfach ist.

Um Kapital von anderen zu erhalten, muss man diese davon überzeugen, dass das Risiko dem Gründer Geld zu leihen sich für die Kapitalgeber auch lohnt (insbesondere Banken betrachten eher den Risiko Aspekt), entsprechende Sorgfalt und Genauigkeit sollte dem Businessplan zukommen.

Der Business-Plan ist letztlich die umfassende Verkörperung der eigenen Geschäftsidee. Alleine durch die Zusammenstellung können wichtige Aspekte einer Geschäftsidee aufgedeckt werden, welche bei einem nicht systematischen Vorgehen unter Umständen übersehen worden wären. Ein sinnvolles Konzept fördert zudem die erfolgreiche und zielgerichtete Umsetzung einer Geschäftsidee, was gerade in der oft wilden Anfangsphase Struktur bringt. Nicht zuletzt hat man mit dem Businessplan auch später die Gelegenheit zu überprüfen, welche Ziele man hatte und inwieweit diese tatsächlich erreicht wurden (oder eventuell auch übertroffen).

Das Marketing Konzept einer Geschäftsidee wiederum kann hinsichtlich des Erfolgs / Misserfolgs Ausgangspunkt für spätere Änderungen, Verbesserungen und Verfeinerungen sein. Das Aufstellen eines Business Plans lohnt von daher selbst dann, wenn es nicht um Kapitalfragen geht.

Eine Geschäftsidee umsetzen: Alles muss stimmen

Letztlich muss bei einer Unternehmensgründung oder einer neuen Selbständigkeit einfach der Kern stimmen:

  • Die Idee muss greifen, auch bei lokalen Gründungen unter Berücksichtigung des Umfeldes / Kaufkraft
  • Der eigene Wille und ganz wichtig Ausdauer muss gegeben sein
  • Es muss ein klares Konzept geben (Business Plan)
  • Das familiäre Umfeld muss stimmen und die Idee mittragen (sehr wichtig!)
  • Ein Mindestmaß an Know-how sollte vorhanden sein

Dazu sollte man den nötigen Mut und Glauben aufbringen wie auch Selbstbewusstsein, welches man braucht, um Kapitalgeber zu überzeugen. Aber nicht nur: Mut, Glaube und Selbstbewusstsein sind auch dann wichtig, wenn nicht alles am Anfang so läuft, wie gewünscht.

Man sollte sich genügend Zeit nehmen, alle Variablen, die für die eigene Idee wichtig sind, zu erfassen und durchleuchten. Genauso sollte man aber auch nicht zaudern, denn zu viele Gedanken wiederum können zu unnötigen Zweifeln führen. Nicht zuletzt ist es auch wichtig einfach zuzupacken, wenn man von einer Idee überzeugt ist.

Nicht jede Geschäftsidee wird zünden, aber genauso sicher ist, dass der derjenige, der sich nicht traut schon vorab gescheitert ist.

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