Geld mit Day Trading: Ein Selbstversuch

(Ein Gastartikel von Matthias Bachmann)

ZusammenarbeitNachdem auch im Fernsehen immer öfter Werbung zu sehen ist, die zeigt wie einfach es angeblich ist mit Day Trading, also dem schnellen Kauf und Verkauf von Werten an der Börse, Geld zu „gewinnen“ (das Wort „verdienen“ dürfen sie anscheinend in diesem Zusammenhang nicht benutzen), wurde es für mich Zeit der Sache einmal auf den Zahn zu fühlen.
Aus diesem Grund habe ich ein Projekt gestartet, das klären soll, ob es denn für Hobbytrader, wie mich, möglich ist mit Day Trading auf Dauer Gewinne zu erzielen. Dafür habe ich mir ein ehrgeiziges Ziel gesteckt: ich möchte aus 100€, in einem Jahr, 10.000€ machen.
Diese Unternehmung darf ich euch nun etwas näher vorstellen.

Das Projekt

Zunächst galt es einmal zu klären womit und wie ich eigentlich das Day Trading betreibe. Nach kurzer Recherche habe ich mich dann für einen CFD Broker entschieden. Die andere Möglichkeit wären sogenannte „Binäre Optionen“ gewesen, was für mich persönlich aber eigentlich nicht mehr viel mit Trading, sondern eher mit Wetten zu tun hat (vielleicht reden sie in der Werbung auch deswegen immer von Geld „gewinnen“).

Beim CFD Trading stehen große Hebel zur Verfügung, weswegen Day Trading damit sehr gut möglich ist. Ein Hebel bedeutet, dass der eingesetzte Betrag ganz einfach vervielfacht wird und man so mit einem viel höheren Volumen handelt. Wenn man z.B. 100€ einsetzt und einen 200er-Hebel wählt, so handelt man mit einem effektiven Tradingvolumen von 20.000€, was es eben ermöglicht, bei nur kleinen Veränderungen im Kurs, gute Gewinne zu erzielen, aber natürlich auch Verluste.

Logo cfd-trader.info/Im „DayTrading Blog“ meiner Website, halte ich nun seit Jänner meine wöchentlichen Erfolge und Rückschläge in kurzen Zwischen- und ausführlichen Wochenschlussberichten fest. Davon abgesehen nutze ich meine Erfahrungen auch, um verschiedene CFD Broker zu vergleichen und zu bewerten. Hier könnt ihr euch davon ein Bild machen: CFD Broker Vergleich

„Wöchentlich“ deswegen, weil ich mir einen 52-Wochen-Plan erstellt habe, der immer vorgibt, welchen Gewinn ich jede Woche erzielen muss, um nach einem Jahr tatsächlich die 10.000€-Marke zu erreichen. Das Ziel von 10.000€ ist aber genau genommen nur die Karotte vor der Nase des Esels; heißt: der Garant dafür, dass ich auch wirklich jede Woche ein Jahr lang handle, um zu sehen, ob beim CFD Trading Gewinne auf Dauer tatsächlich möglich sind.

Die Gefahren des CFD Tradings

Was einem die Werbung aber nur am Rande mitteilt, häufig in derart kleiner Schrift am unteren Rand, sodass man es normalerweise nicht mehr richtig lesen kann, ist, dass mit dem CFD Trading ein großes Risiko verbunden ist. Nämlich jenes, dass man über sein eingesetztes Kapital hinaus Geld verlieren kann.

Arbeitet man mit einem großen Hebel und der Kurs sinkt oder steigt, entgegen einer eröffneten Position, sehr schnell, so versucht das System zwar die Position zu schließen bevor das ganze Kapital aufgebraucht ist, allerdings kann das manchmal zu langsam erfolgen. Dadurch ist dann nicht nur das Kapital aufgebraucht, sondern es kann auch dazu führen, dass man sogar noch Geld nachbezahlen muss.

Noch viel gefährlicher ist das Halten einer Position über die Öffnungszeiten der Börse hinaus. Denn während die Börse geschlossen ist, kann es zu (welt-)wirtschaftlichen Entwicklungen kommen, die Einfluss auf den gehandelten Wert haben. Wenn die Börsen dann wieder öffnen, kann der Kurs einen völlig anderen Stand haben als bei Börsenschluss. Doch wird erst hier dann die Position durch das System geschlossen und im schlimmsten Fall hat man sehr viel Geld verloren; weit mehr als überhaupt als Kapital zu Verfügung stand.
Über diese Risiken sollte man sich immer im Klaren sein!

STRATO