Gründungen damals und heute: Industrie vs. Web-Existenz

Wegen des Internet-Booms hat die Zahl der Selbständigen stark zugenommen. Und sie wächst weiter. Das Web 2.0 bietet neue berufliche Möglichkeiten und bringt täglich Innovationen hervor, aus denen wiederum ein Arbeitsmarkt entsteht. Die klassische Industrie, bis heute das Rückenmark der Wirtschaft und einst der Ursprung der Gründerszene, gerät dabei oft in Vergessenheit.

Investitionskosten in der Industrie als entscheidendes Kriterium

Die finanzielle Sicherheit ist gerade in der Selbständigkeit ein heikles Thema. Schließlich bedeuten Gründungen stets ein gewisses Risiko; wie groß dieses ist, hängt nicht zuletzt von der Branche ab. Denn während reine Online-Existenzen oft mit sehr wenig Geld möglich sind (oft werden lediglich günstige Software-Lösungen benötigt), müssen Industrieunternehmen reale Güter anschaffen. Bei Anbietern wie www.cegema.de können sich Maschinenbauer und Co. einen Eindruck verschaffen, mit welchen Kosten zu rechnen ist. Dennoch: Aufgrund der Wertigkeit von Baumaschinen und anderen professionellen Technikgeräten lohnt sich die Anschaffung, vorausgesetzt, ein klares Geschäftskonzept liegt vor.

Selbständig und Gründungen in der IndustrieDieses ist nämlich nötig, um gute Chancen auf einen Kredit zu bekommen. Spezialisierte Industrie-Existenzgründer können die Anfangsinvestitionen nur in den seltensten Fällen selbst aufbringen; eine Finanzierung ist somit die Voraussetzung, um starten zu können.
An dieser Stelle kommt der Business Plan ins Spiel. Je mehr Geld benötigt wird, desto detaillierter sollte der Business Plan sein. Allen voran gilt das für die Wettbewerbssituation: Wie stark ist das Segment umkämpft? Wie groß ist der Markt und welches Wachstum wird erwartet? Die Konkurrenten müssen identifiziert werden, die Chancen des eigenen Konzepts müssen schlüssig dargelegt werden, um den Kreditgeber zu überzeugen.
Empfehlung: Das Businessplan-Tool der IHK wird kostenlos zur Verfügung gestellt und ist eine große Hilfe. Es basiert auf Excel und beinhaltet alle wesentlichen Punkte; Gründer tragen ihre Inhalte in eine vorgegebene Struktur ein und gehen damit auf Nummer sicher, keinen Punkt außen vor zu lassen.

Auch die Lage zählt

In der Industrie spielt außerdem der Standort eine wesentlich größere Rolle als bei Online-Existenzen. Diese sind geographisch unabhängig, da sich das Geschehen ausschließlich im Netz abspielt. In der Industrie dagegen kommt es auf viele andere Faktoren an. Wie viele Lieferanten gibt es in der Region und wie lang sind die Anfahrtswege? Wie viele potenzielle Arbeitnehmer gibt es bereits in der Region?
Die Verflechtung zwischen Wirtschaftsstandort und Forschung, allen voran den Universitäten, zeigt sich in der Industrie besonders stark. Autobauer sind traditionell vor allem im Süden zu finden, während der Schiffsbau im Norden stattfindet; Westen und Südwesten sind für Chemie- und Schwerindustrie bekannt. Gründer sind gut beraten, auch die lokalen Voraussetzungen in die Planung einzubeziehen, um das Potenzial vom Start weg gut ausschöpfen zu können.

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