Mit Energieeffizienzmanagement Energiekosten im Unternehmen senken

Resource Efficiency Management in der Industrie kann mindestens 3% Energie einsparen

Infografik Resource Efficiency, Quelle: Yokogawa

Energiekosten sind nicht nur für Privatverbraucher, sondern auch für Unternehmen einer der großen Kostenfaktoren. Die Energiekosten schwanken dabei natürlich je nach Branche. Alleine die chemische Industrie trägt in Deutschland zu 11% des gesamten Energieverbrauchs bei, wie eine Infografik hier eindrucksvoll zeigt, wobei hiervon wiederum der Anteil von Gas besonders hoch ist (61%).

Erstellt wurde die Infografik von Yokogawa, einem traditionsreichen Unternehmen aus Japan mit Niederlassungen in 58 Ländern, darunter auch Deutschland. Das Unternehmen hat neben vielen anderen Angeboten auch einen besonderen Fokus auf das Thema Energieeffizienzmanagement und hier wiederum auch speziell (aber nicht nur) mit Blick auf die energieintensive Chemie- und Pharmabranche.

Im Bereich Energieeffizienzmanagement könnten nach der Expertenmeinung mindestens 3% Energie eingespart werden, wenn in einem Unternehmen auf verschiedenen Ebenen Maßnahmen umgesetzt werden. Aber was bedeuten 3%? Prozentzahlen für sich hinterlassen immer einen nur bedingt greifbaren Eindruck. In konkreten Zahlen umgerechnet sind dies 5.500.000.000 kWh pro Jahr und noch anschaulicher wird es, wenn man sich anschaut, was man mit 3% Energieeinsparung alternativ ermöglichen könnte: So könnten damit nicht nur 375 Mrd. Tassen Kaffee im Jahr gekocht werden, sondern auch 220 Millionen Elektroautos könnten damit 375 Mrd. Kilometer fahren, was zusätzlich dann auch die Umwelt erheblich entlasten würde.

Wie spart man 3% Energie in der Produktion ein?

Sicher wird sich ein Unternehmen freuen, wenn es 3% Energie einspart, aber wie gelingt dies?

3 Ebenen werden hier tangiert:

  • Einkaufspreise + Vertragskonditionen
  • Optimierungen im Bereich der Produktionsplanung, Wartung und Lagerung
  • Optimierungen im Bereich der eigentlichen Produktion und der Energienutzung
© Artem Merzlenko - Fotolia.com

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Im Produktionsbereich gilt es hier sowohl geeignete Messverfahren zu implementieren als auch geeignete Software zur Analyse von Energieeinsatz und Energieverbrauch. Als Beispiel erwähnt sei die Software EP-Analytics, diese wird auf einer Workstation ausgeführt, welche wiederum über eine OPC Schnittstelle mit einem Steuerungssystem verbunden ist. Einmal verbunden können Energieflüsse einer Anlage die energiebezogene Leistung für jede einzelne Prozesseinheit und einzelne Geräte und Komponenten wie Turbinen, Kesseln und anderen Anlagenkomponenten berechnen, womit Anlagen bzw. Einheiten mit negativen Abweichungen von der erwarteten Energieeffizienz identifiziert werden können. Durch die auch visuell gegebene Anzeige können Probleme erkannt und entsprechende Lösungsschritte zeitnah eingeleitet werden, mit dem Ziel energiebezogene Abläufe in der Produktion zu optimieren. Der Einsatz einer solchen Software und natürlich entsprechender Messsysteme trägt so zur Kostensenkung bei, natürlich aber auch zum Schutz der Umwelt, und macht sich angesichts hoher Energiekosten auch finanziell bezahlt.

Energieeffizienzmanagement: Messen + Analyse + Umsetzung

Analyse Software ist ein Bestandteil, um eine ausreichende Datenbasis zu erhalten, die zu den Handlungsempfehlungen verhilft, mit denen die oben angesprochenen 3% (oder mehr) erreicht werden können. Hinzu kommen natürlich neben der Hardware wie Energiemessgeräte, Leitsysteme oder Messdatenerfassungssysteme auch entsprechend geschultes Personal, um so eine ganzheitliche Lösung für ein effizientes Energiemanagement zu etablieren.
Informationen zu diesen und weiteren Lösungen aus dem Bereich Prozessoptimierung und Produktionsplanung, auch mit besonderem Fokus auf Energieeffizienzmanagement findet man auf der Yokogawa Unternehmenswebseite unter Production Management & Operational Efficiency. Nicht nur aber Hardware und Software, sondern natürlich auch dazugehörige Beratung. Denn jedes Thema, auch der Bereich Energie und Energieeffizienz, braucht natürlich neben den Tools auch den entsprechenden Service, um die für die eigene Branche und damit verbundener Produktionsprozesse optimal zugeschnittene Lösungen zu finden.

… Blick auf die Zukunft: Prognosedaten

Gerade bei Maßnahmen und Handlungsempfehlungen im Bereich Energieeffizienz ist es besonders wichtig nicht nur den aktuellen Istzustand zu betrachten, sondern auch entsprechende Prognosedaten zu berücksichtigen, um sowohl hinsichtlich ressourcenschonender Produktion als auch im Hinblick auf den nicht unerheblichen Kostenfaktor Energie auch langfristig Ziele zu erreichen.

Tablet mit Business Daten

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Messegeräte zur Erfassung der Daten plus Software zur Analyse und Visualisierung der Daten, um Schwachstellen und Optimierungspotenziale zu erkennen plus auch zukunftsorientiertem Know-how sind im Kern die wichtigen Eckpunkte, die es dann zusammen ermöglichen die Handlungsempfehlungen zu entwickeln und umsetzen, um mindestens die oben angesprochenen 3% Energieeinsparung zu erreichen.

Energieeffizienz Management im Unternehmen ist natürlich ein ganzheitliches Konzept, welches verschiedene Unternehmensbereiche umfassen sollte, denn neben der Optimierung von Produktionsprozessen, bei der Lagerhaltung und der Beschaffung, spielen natürlich auch Vertragsmanagement und Energie – Einkaufspreise eine wesentliche Rolle, um die angestrebten Effizienzziele im Bereich Energieverbrauch im Unternehmen erfolgreich umzusetzen und auch dauerhaft zu etablieren.

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