Praxislösungen: Warensicherung

Nach Angaben des HDE (Handelsverband Deutschland) betrug der Schaden durch angezeigte Ladendiebstähle alleine in 2014 gut 2 Milliarden Euro, wobei diese Statistik nur die angezeigten Fälle umfasst und auch nur Diebstahl durch Kunden. Entsprechend gibt es unterschiedliche Zahlen, je nach Erhebung, die von Schäden von bis zu 5 Milliarden durch Diebstahl ausgehen. Neben dem „klassischen“ Diebstahl im Laden gesellen sich hierzu auch noch Diebstahlrisiken bei Transport/Logistik oder auch im Lager, auch durch Mitarbeiter, wobei man bei Diebstählen durch Mitarbeiter den Schaden alleine in 2014 auf ca. 900 Millionen beziffert.

Entsprechend hoch ist die Bedeutung von Warensicherung, wobei hier verschiedene Maßnahmen eingesetzt werden können, die jeweils auf die spezifischen Branchen und ihren unterschiedlichen Anforderungen angepasst werden können. Allen gemeinsam ist, dass dabei auch der Mitarbeiterschulung und der Schärfung des Bewusstseins dieser für die Problematik eine hohe Bedeutung zukommt, unabhängig davon, ob es sich um Warensicherung im Lager oder in einem Geschäft handelt.

Auch kleine Einzelhändler profitieren von Warensicherung

Gerade für kleinere Ladengeschäfte bedeuten die Verluste durch Ladendiebstahls oftmals eine erhebliche finanzielle Belastung. Trotzdem scheuen gerade kleine Einzelhändler oftmals Investitionen in Sicherungssystemen und Diebstahlschutz, obwohl die moderne Technik hier heute sehr flexible und vergleichsweise kostengünstige Warensicherungsoptionen anbietet. Investitionen, die sich dabei sehr schnell bezahlt machen können.

Warensicherung mit Sicherungsetiketten

© shaunwilkinson – Fotlia.com

Wie ein Blick auf Anbieter wie WG Global zeigt, gibt es ein breites Spektrum von Warensicherungssystemen, die sowohl Architektur der Verkaufsflächen als auch Produktarten berücksichtigen. Spezielle Lösungen wie Werbesäulen mit integrierten Antennen kombinieren sogar Warensicherung und Werbemöglichkeiten und schaffen damit für den Anbieter einen interessanten Zusatznutzen. Ein Herzstück im Bereich Warensicherung sind natürlich Sicherungsetiketten mit RFID – Chips, auch hier findet sich ein flexibles Angebot je nach Produktanforderung bis hin zu speziellen Flaschensicherungen, die nicht nur einen Alarm beim Passieren von Ausgängen auslösen, sondern sogar beim Versuch diese zu öffnen. Besonders hochwertige Spirituosen wie auch Parfüms und andere Luxusartikel gehören bekanntermaßen zu den begehrtesten Objekten für Ladendiebe. So wie für Flaschen gibt es auch auf weitere Produktbereiche abgestimmte Sicherungsetiketten, ob Brillenetikett oder Sicherungsetiketten für den Modebereich.

Verkaufstechnische Vorteile durch abgestimmte Warensicherung

Abgestimmte Sicherungsetiketten bieten hierzu auch verkaufstechnisch oftmals Vorteile, da das „Wegschließen“ in abgesicherten Vitrinen dadurch entfallen kann. Gesicherte Ware, bei der die Sicherung auch visuell für den Kunden erkennbar ist, ermöglicht dem Kunden das Produkt auch ohne Verkaufspersonal direkt in Augenschein zu nehmen. Die Ware ist gesichert, der ehrliche Kunde aber nicht in seinem Verkaufserlebnis eingeschränkt.

Gerade Produkte wie Smartphones oder andere hochwertige Elektronikprodukte möchten Kunden vor einem eventuellen Kauf hier natürlich auch „fühlen“ und ausprobieren. Ein „Wegschließen“ wirkt sich hierbei meist negativ auf den Verkauf aus, für Produkte dieser Art kommen Leinensicherungen infrage, welche bereits am Objekt beim Versuch dieses zu entfernen Alarm auslösen können.

Angepasste Lösungen für unterschiedliche Zwecke und Produkte tragen erheblich zu einer Reduzierung von Ladendiebstählen bei, Investitionen in diesen Bereich machen sich so schnell bezahlt und bei abgestimmten Lösungen wird das Einkaufserlebnis für Kunden auch nicht spürbar eingeschränkt.

Videoüberwachung als Baustein der Warensicherung

Neben flexiblen Warensicherungssystemen, von unsichtbar bis hin zu kombinierten Lösungen mit Werbesäulen und geeigneten Sicherungsetiketten für die unterschiedlichsten Produkte, ob Brillen, Schmuck, Flaschensicherung oder Mode, ist ein Klassiker im Bereich der Überwachung natürlich die Videoüberwachung.

Auch hier gibt es auf die jeweilige Branche optimierte Lösungen. Baumärkte mit oft hohen Regalen haben hier naturgemäß andere Anforderungen, als dies bei einer Spedition der Fall wäre. Zu unterscheiden ist bei der Videoüberwachung aber immer für Unternehmen, ob diese in öffentlichen Bereichen stattfindet, also z. B. Verkaufsflächen oder in nicht-öffentlichen Bereichen wie einem Werksgelände. Im öffentlichen Bereich ist der Einsatz von Videoüberwachung in der Regel erlaubt, da das Eigentumsinteresse des Inhabers überwiegt. Im nicht-öffentlichen Bereich ist der Sachverhalt oft etwas komplizierter, da hier Persönlichkeitsrechte und Datenschutz der Mitarbeiter mitunter in Konflikt mit dem berechtigten Eigentumsschutz von Firmen kommen können. Als Basis lässt sich das Erforderlichkeitsprinzip anwenden, d. h. wann immer eine andere Lösung als Videoüberwachung möglich ist, ist diese vorzuziehen. Wichtig ist für Firmen hier, dass Videoüberwachung, wenn eingesetzt, dokumentiert werden sollte und ebenso muss auf diese hingewiesen und Mitarbeiter oder Betriebsrat eingebunden werden.

Diebstahl wird nie vollständig vermieden werden können. Durch die angesprochenen heutigen technischen Möglichkeiten von Warensicherungssystem können Diebstähle und der finanzielle Schaden aber deutlich reduziert werden. Dank der Möglichkeiten dabei auch in einer Weise, bei der das Einkaufserlebnis ehrlicher Kunden nicht oder nicht wesentlich eingeschränkt wird.

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