Rechtsschutz für Selbständige notwendig?

GerichtRechtsschutz für Selbständige, ist das notwendig? Die ist sicher eine häufige Frage, gerade auch für neue Selbständige und Existenzgründer, deren Budget eher begrenzt ist. Nicht nur, aber besonders auch diejenigen, welche sich ins Internet begeben, um ihre Produkte und Dienstleistungen anzubieten, begeben sich aber auf gefährliches Terrain. Das falsche Bild, der falsche Text – die Gefahr von Abmahnungen droht. Über das Internet hinaus ein häufiges Problem stellt das Forderungsmanagement dar, welches sich mit dem Problem nicht zahlender Kunden auseinandersetzt. Verkauft man viele Waren zu einem relativ geringen Preis an viele Kunden, mag der einzelne Ausfall ärgerlich, aber noch nicht existenzbedrohend sein, aber was, wenn man in der Regel wenige Projekte für wenige Kunden mit dann entsprechend höheren Beträgen auseinandersetzen muss und es droht Zahlungsausfall? Vom finanziellen Engpass bis zum Konkurs kann eine Nichtzahlung hier schnell zu Problemen führen. Schon alleine diese Beispiele zeigen, dass eine Rechtschutzversicherung für Selbständige (denn eine private Rechtsschutzversicherung deckt die Risiken von Selbständigen meist nicht ab) eigentlich anzuraten ist.

Das gute Gefühl nicht alleine zu sein

Der erste, und keineswegs unwesentliche Vorteil, den eine Rechtsschutzversicherung für Selbständige bietet, ist es eine Anlaufstelle zu haben. Droht also ein Problem, so ist man zumindest schon mal nicht damit alleine gelassen, sondern hat in der Regel eine Anlaufstelle plus dem Faktor, dass spezialisierte Anbieter von Rechtsschutzversicherungen wie etwa ARAG auch einen Online Rechtsschutz Service bieten. Oftmals für einfache Rechtsfragen ausreichend bieten diese vorformulierten Schreiben und Dokumente, ein großer Vorteil, zeitlich und rechtlich, gegenüber der eigenen Recherche und dem Aufsetzen eigener Schreiben. Man ist ja letztlich meist selber kein Anwalt und beschäftigt sich nur am Rande it solchen Fragen.

Prozesskosten sind teuer

Kommt es zu einem Prozess, drohen hohe Kosten, nicht nur, wenn man selber mit Ärger von Dritten konfrontiert wird, sondern auch wenn es um das Eintreiben eigener Forderungen geht oder vielleicht auch um das Vorgehen bei Rufschädigung und anderen. Rechtsschutzversicherungen sollten auch in der günstigsten Variante daher immer eine Prozesskostenversicherung beinhalten. Gehobenere Ausführungen beinhalten in der Regel auch eine persönliche Beratung durch einen Anwalt oder das wichtige Forderungsmanagement. In Basisversionen ist meist nur eine telefonische Anwaltsberatung inklusive, aber auch dies bereits ein gutes Gefühl, dass man einen Ansprechpartner hat und besser abklären kann, wie der vorliegende Fall einzuschätzen ist.

Mediatoren – Prozesse vermeiden

Im Normalfall sind die meisten Menschen nicht wild auf Gerichtsprozesse, denn für jeden beinhalten diese Ärger, Stress und Risiken. Daher stellen Rechtsschutzversicherungen auch Mediatoren, welche versuchen Probleme zu lösen, ohne den Gerichtsweg zu wählen. Wann immer möglich, ist diesem Weg der Vorzug zu geben, schon alleine der Zeitersparnis wegen, aber auch die eigene Gesundheit wird es danken.

Prozesse können recht teuer werden, Anwaltskosten, Sachverständigen – Gutachten – und selbst wenn man sich im Recht fühlt, droht immer die Gefahr einen Prozess zu verlieren. Hier drohen also hohe Kosten, die über das Problem hinaus ein zusätzliches eigenes Problem in die Welt zaubern. Im schlimmsten Fall droht der Existenzverlust.

Einen über diesen Fall aber bereits wesentliches Merkmal, welches Sicherheit bei der täglichen Arbeit verleiht, ist aber bereits die Tatsache einen Ansprechpartner zu haben. So kann man oft viele Problemfälle besser abschätzen, was durchaus mitunter schnell beruhigen kann, andererseits erhält man auch mitunter das Rüstzeug, um der anderen Partei mit guten Argumenten vielleicht schon schnell den Wind aus den Segeln zu nehmen, denn letztlich möchte der normale Mensch und Selbständige ja am liebsten Prozesse und langwierige Zeitaufwendungen vermeiden.

Kosten für eine Rechtsschutzversicherung

Die Kosten für eine Rechtsschutzversicherung hängen natürlich vom gewünschten Umgang, auch von der eigenen Branche. Grob geschätzt kann man etwa 12-20 Euro aufwärts pro Monat rechnen, was ein relativ geringer Betrag ist im Vergleich zum Nutzen und dem Gefühl der Absicherung, die einem eine Rechtsschutzversicherung bietet. Mehr geht immer, interessant etwa die speziellen Erweiterungen bei der ARAG für Selbständige im Zusammenhang mit dem Internet (ARAG web@aktive für Selbständige).

Natürlich sollte man wie immer und bei allen die Details für sich selber genau prüfen, ebenso den benötigten Umfang, aber grundsätzlich ist eine Rechtsschutzversicherung für Selbständig extrem empfehlenswert, schon alleine, weil man eben bei Problemen nicht alleine ist und im Hinblick auf eventuelle Prozesskosten ohnehin.

Infos zu Rechtsschutzversicherungen für Selbstständige findet man zum Beispiel beim Spezialisten ARAG

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2 thoughts on “Rechtsschutz für Selbständige notwendig?

  1. Martin

    Gerade kleinere Betriebe, die kein dickes finanzielles Polster für mögliche Rechtsstreitigkeiten bilden können, sind mit einer Rechtsschutzversichersicherung ganz sicher gut bedient. Hoffentlich lesen viele (Klein-)Unternehmer Ihren Artikel!
    Viele Grüße,
    Martin

  2. Charlotte Herrmann

    An Versicherungen denkt niemand gerne. Man lernt den Rechtsschutz erst dann zu schätzen, wenn man in der Bredouille steckt und in einem Rechtsstreit verwickelt ist. Leider geht das schneller, als man denkt.

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