Unternehmensnachfolge – das eigene Unternehmen veräußern

© jeremias münch - Fotolia.com

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Gründung und erfolgreicher Aufbau eines Unternehmens verlangen vom Gründer und Unternehmer vieles ab. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo man die Rendite seiner investierten Arbeit einfahren möchte, um zum Beispiel einen angenehmen Lebensabend oder besser gesagt neuen Lebensabschnitt beginnen zu können. In manchen Fällen wird ein Unternehmen in der eigenen Familie von der nächsten Generation fortgeführt, aber nicht immer ist diese Möglichkeit gegeben. Neben dem Übergang in den Ruhestand gibt es natürlich weitere Gründe, warum man ein Unternehmen oder Unternehmensanteile verkaufen möchte.

Unternehmensverkäufe: Experten zur Unterstützung

Ein Unternehmensverkauf und auch das Finden eines Unternehmensnachfolgers bedarf einiger Sorgfalt. Wichtige Aspekte, die bei der Suche nach einem Unternehmensnachfolger im Vordergrund stehen, sind:

  • Das Erzielen einer möglichst hohen Rendite. Um den Wert des Unternehmens hierbei möglichst genau bestimmen zu können, ist das Hinzuziehen von Wirtschaftsprüfern ratsam.
  • Die Beachtung rechtlicher und steuerlicher Aspekte. Expertenrat und fachliche Beratung durch Steuerberater und Rechtsanwälte ist hierbei dringend angeraten.
  • Die Sorge um die Mitarbeiter, die man in guten Händen wissen möchte.

Neben finanziellen und rechtlichen Eckpunkten dürfte aber durchaus auch der ideelle Wert eines Unternehmens für den Noch – Eigentümer von Bedeutung sein. Wer viel Arbeit in ein Unternehmen investiert hat, der möchte dieses sicher auch beim Nachfolger in guten Händen wissen.

Wichtige Aspekte beim Unternehmensverkauf:

Zur korrekten Ermittlung des Unternehmenswertes sollte ein Unternehmensexposé in Auftrag gegeben werden. Wie bei einem privaten Haus wird der Wert des eigenen Unternehmens von Verkäufern nicht selten überschätzt, beruhend auf dem persönlichen Verhältnis, was das Wertschätzungsgefühl beeinflussen kann. Aber auch der umgekehrte Fall kann natürlich eintreten.

Ein Unternehmensexposé berücksichtigt unter anderem:

  • Marktindikatoren
  • Stärken und Schwächen eines Unternehmens
  • Das Zukunftspotenzial eines Unternehmens
  • Den Wert vergleichbarerer Unternehmen

und nicht zuletzt die vorhandenen Finanzdaten eines Unternehmens wie Ertragskraft, Liquidität, Eigenkapital etc.

Ein Unternehmensexposé liefert auch schlagkräftige und nachweisbare Argumente, die in Verhandlungen mit Käufern in die Waagschale geworden werden können. Die Verhandlungen mit potenziellen Nachfolgern sollten durch entsprechende Berater begleitet werden. Nicht nur um rechtliche Fallstricke zu beachten, sondern auch natürlich um entsprechende Erkundigungen, inklusive zur Bonität des möglichen Käufers, einzuholen, um böse Überraschungen zu vermeiden.

Unterstützung beim Unternehmensverkauf ist auch insofern ratsam, weil beide beteiligten Parteien, Käufer und Verkäufer, nicht zwingend die rechtliche und steuerliche Sachkenntnis mitbringen müssen. Ohne externe fachliche Beratung durch Experten besteht immer die Gefahr, dass wichtige rechtliche oder steuerliche Aspekte übersehen werden. Unterstützung zum Thema Unternehmensverkauf und Nachfolge sowie wichtige Stichpunkte zum Thema findet man zum Beispiel hier

An die Besteuerung der Erlöse aus einem Unternehmensverkauf denken

Sind die Rahmenbedingungen geklärt, ein Übereinkommen mit einem potenziellen Käufer getroffen, so ist auch dies nur ein Teil des Prozesses. Wer lange gearbeitet hat und etwas aufgebaut hat, der möchte auch möglichst viel von der Rendite, die er nun erzielen kann, haben. Wie in vielen Bereichen kommt hier das Thema Steuern ins Spiel. Die Optimierung der Steuerlast durch fachliche versierte Steuerberater kann hier helfen, möglichst optimale Ergebnisse für sich zu erzielen.

Genügend Zeit für Unternehmensverkauf einplanen

Den Zeitaufwand für einen Unternehmensverkauf sollte man nicht unterschätzen. Es kann durchaus einige Zeit dauern passende Geschäftspartner zu finden und auch der Prozess als solches (Unternehmensexposé erstellen, Verhandlungen, Zusammenstellen der Unterlagen, Prüfungen etc.) kann einiges an Zeit in Anspruch nehmen. Es ist also ratsam, eine gewisse Zeit für diesen Prozess von vornherein einzuplanen. Im Durchschnitt kann man von 1 Jahr ausgehen, wobei es natürlich auch mal schneller gehen kann, sich aber eben auch genau so gut in die Länge ziehen kann. Möchte man also im Alter X in den Ruhestand gehen, so sollte der Prozess entsprechend zeitig gestartet werden. Es kann auch ratsam sein, den Prozess vorzuziehen, etwa wenn gerade eine besonders gute Ertragslage besteht, um höhere Verkaufserlöse erzielen zu können. Dies ist auch dann ein überlegenswerter Schritt, wenn eigentlich noch ein paar Jahre angedacht waren. Letztendlich kann man einen Teil dieser Erlöse ja auch noch einmal in ein ganz neues Projekt investieren, denn Ruhestand muss ja nicht die völlige Abstinenz vom Reiz des Unternehmertums bedeuten.

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