Investieren in Uhren – aber richtig

Planung im Unternehmen

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In finanziell unsteten Zeiten setzen immer mehr Menschen anstatt auf Gold oder Aktien auf Uhren. Besonders edle Chronographen aus der Schweiz und aus Deutschland stehen dabei hoch im Kurs. Bei diesen Investitionsobjekten allerdings ist der Preis hoch.

Namen wie Rolex, Patek Philippe oder Lang & Söhne wecken bei vielen Begehrlichkeiten. Modelle dieser traditionell fest verankerten Hersteller kosten schnell 5.000 Euro und mehr. Doch längst sind sie nicht nur mehr für Liebhaber und Sammler interessant. Denn auch für immer mehr Anleger rücken die edlen Zeitanzeiger als ein Mittel zur Rendite in den Fokus. Und das kann sich durchaus lohnen. Denn jeder kann mit Trading erfolgreich sein – mit Uhren hingegen sieht das schon anders aus.

Doch im Allgemeinen stellt sich die Frage, welche Uhren sich als Anlage rentieren? Die Antwort auf diese Frage ist so simpel wie einfach. Denn alle Zeitanzeiger, die heute als wertvoll erachtet werden, waren zu früheren Zeiten einmal ein Spitzenprodukt. So handelt es sich überwiegend um Repetitionsuhren oder Ausführungen, mit ewigem Kalender. Das höchste Können im Uhrmacher-Handwerk jedoch, ist die Wiedergabe von Tönen, wenn sich Minuten, Viertelstunden sowie Stunden weiterstellen. Die Zeitanzeige an sich ist bei solchen Modellen viel mehr Beigabe.

Generell kann mit den Klassikern von Rolex oder Patek kaum etwas falsch gemacht werden. Laut Experten ist das vergleichbar mit dem Spielen am Roulette-Tisch, bei dem auf rot oder schwarz gesetzt wird. Die Kugel wird laut Wahrscheinlichkeit irgendwann auf eine der beiden Farben fallen. Somit ist die Chance recht gut, mit einer Uhr dieser Marke eine gute Rendite zu erzielen. Jedoch gibt es neben den hier genannten noch viele andere Marken, die sich ebenfalls als konstant zeigen und selbst Finanzkrisen meistern. Hierzu gehören etwa Jaeger-LeCoultre, Panerai oder Omega. Auch hochwertige Uhren von Tudor sind hier zu nennen. Die Zweitmarke des Schweizer Herstellers Rolex verbindet die Zuverlässigkeit des edlen Uhrenherstellers mit preiswerteren Uhren. Zeitanzeiger von Tudor stehen seit jeher für eine hohe Robustheit und den perfekten Einsatz unter Extrembelastung. So ging das Modell „Oyster Prince“ etwa 1952 mit auf die britische Nordgrönlandexpedition.

Nicht zu vergessen ist, dass Uhren mitunter eine ganze Weile brauchen, um eine Rendite abzuwerfen, da die Preissteigerung mitunter eine ganze Zeit dauern kann. Hinzukommt, dass unbedingt die Revisionskosten kalkuliert werden müssen. Denn auch eine Uhr, die sicher aufbewahrt wird und nur in einem gesicherten Behältnis liegt, benötigt Pflege und Wartung. Die Kosten hierfür können schnell im vierstelligen Bereich liegen. Zudem kann das Reinigen und Fetten schnell ein Jahr und länger dauern. Denn der Chronograph muss auseinandergebaut und abschließend wieder zusammengebaut werden. Im Grunde ist der Prozess ähnlich zur Herstellung einer komplett neuen Uhr.

Getragen werden Uhren als Investitionsobjekt hingegen nicht. Denn diese sind „wie ein Gemälde und gehören in einen Tresor“. Wie etwa die Grandmaster Chime von Patek Philippe. Diese wurde zum 175-jährigen Bestehen präsentiert, ist auf eine Auflage von sechs Exemplaren limitiert und kostet 2,5 Millionen Schweizer Franken. Für Anleger, die in naher Zukunft eine Rendite erwarten, ist dieser edle Chronograph allerdings weniger geeignet. Insbesondere mit Blick auf die kommenden Jahre sind jüngere und spannende Marken interessant. Hier gibt es Uhren etwa von „Moritz Grossmann“, die mit 160.000 Euro vergleichsweise günstig sind.

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